Vom antideutschen Kampfbund zur islamischen Weltherrschaft – die Metamorphose der UN

Das Zeitalter der Aufklärung nähert sich seinem Ende. Nirgendwo wird dieses deutlich sichtbarer als bei einem Verein, der ansetzt, die Weltherrschaft übernehmen zu wollen.

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Aus der Taufe gehoben wurde das Projekt am 14. August 1941. Damals befand sich das Vereinigte Königreich im Krieg gegen das Deutsche Reich und fand in den offiziell neutralen Vereinigten Staaten von Amerika jenen mächtigen Verbündeten, mit dem es ab sofort die Welt verändern sollte.

Kampfbund gegen Hitler

Geplant als Kampfbund zur „endgültigen Vernichtung der Nazi-Tyrannei“ – womit das Deutsche Reich gemeint war – nahm die „Atlantik-Charta“ den ideologischen Fehdehandschuh auf, mit dem Deutschlands nationale Sozialisten die Weltmacht anstrebten. Nur ein halbes Jahr später – Japan hatte zwischenzeitlich seinen Angriff auf den US-Pazifikstützpunkt auf Hawaii durchgeführt – entstand am 1. Januar 1942 aus diesem Kampfbund eine supranationale Organisation, die nunmehr nicht mehr den Kampf gegen eine Ideologie auf ihre Fahnen geschrieben hatte, sondern sich als multinationale Kriegspartei gegen die Dreibundländer Deutschland, Italien und Japan verstand. Auf dem Papier hat sich daran auch im 21. Jahrhundert nichts geändert. Die Gründungserklärung des „Vereinte Nationen“ genannten Kriegsbundes wurde niemals revidiert. [UN-Charta]

Und doch wandelte sich dieses Bündnis von Regierungen im Laufe der folgenden Jahrzehnte. Ehemals Verbündete wurden zu Feinden im Kampf um den Einfluss auf die Territorien der unterworfenen Gegner von 1942. Der Rückzug der kriegsgeschwächten Europäer aus den Regionen Afrikas und Asiens ließ zahlreiche neue Staaten entstehen, die nach und nach in den sich zunehmend als Weltorganisation verstehenden Verein der ursprünglich im Sinne der europäischen Aufklärung organsierten beiden Gründungsstaaten strebten. Längst schon war das hehre Ziel der Gründungsakte Makulatur geworden. Bereits der Umgang mit dem unterworfenen Deutschen Reich ließ die Kernaussage, territoriale Veränderungen nur „im Einklang mit den in voller Freiheit ausgedrückten Wünschen der betroffenen Völker“ erfolgen zu lassen, zur Farce werden. Die Zusage, die Völker unabhängig selbst über ihre Staats- und Regierungsform entscheiden zu lassen – sie galt weltweit nur, solange es den Mächtigen der UN in ihre Ziele passte.

Das Ziel: Die Entnationalisierung

Aus dem Kampfbund wurde ein Chor der Unstimmigkeit, in dem Parlamentarische Demokratie auf atheistisch-materielle Diktatur und beide wiederum auf nonfaktische Gesellschaftssysteme, deren Heil nicht von dieser Welt ist, stießen. Wechselseitig rangen Koalitionen um Einfluss. Offiziell gern noch gefeiert als globaler Friedensstifter, getragen von hehren Zielen wie dem Selbstbestimmungsrecht der Völker und einem vorgeblich universellen Menschenrecht, verselbständigte sich einerseits die Organisation, wie es der Grundneigung einer jeden Bürokratie entspricht, zur selbsternannten Weltherrschaft; wurde andererseits zum ideologischen Kampffeld von Weltherrschaftsansprüchen zur Durchsetzung ihres singulären Weltbildes.

Während in diesem vorgeblichen Kampf um die Zukunft der Menschheit sich die Gründungsnation USA zunehmend mehr zurückzog, wurden die entnazifizierten und umerzogenen Deutschen in ihrem Hang zum Perfektionismus gleichsam zu Musterschülern der UN.  In der ihnen im Zuge der Umerziehung implantierten, ideologischen Verblendung, jenen sozialistisch-kollektivistischen Irrweg von 1933 bis 1945 als urdeutsches Phänomen zu interpretieren, stellten sich die Deutschen an die Spitze der Entnationalisierung, an deren gefühltem Ende jene utopische One-People-World stehen soll, in der ein globaler Rat der intellektuellen Elite als UN weltweite Gerechtigkeit und Frieden verbreitet. (Hier zum Reader des UN-Migrationsplans)

Längst schon hat sich die UN über diese scheinbar hehren Ziele, zu denen in jüngster Zeit sich auch jener globale Kampf gegen das Klima gesellt, von ihren aufklärerisch-demokratischen Ansprüchen verabschiedet. Sie ist – das noch im Sinne ihrer Gründer von 1941 – zu einem global agierenden Kampfinstrument geworden gegen alles, das sie jener geächteten „Nazi-Tyrannei“ zuweisen kann.

Längst schon aber geht es nicht mehr um einen Kampf politischer Systeme, der noch bis in die Zeit des Kalten Krieges den materialistisch-weltanschaulichen Konflikt prägte. Aus dem Kampf gegen die nationalistische Spielform des Sozialismus wurde, getragen von den Vertretern dessen internationalistischer Spielform, der Kampf für eine Vision der kollektiven Gleichheit, der Überwindung der evolutionären Vielfalt.

Wie die Rassetheorie zum UN-Kampfinstrument wird

Wie keine andere Organisation machte sich die UN die Denkwelt ihres Feindes zu eigen und perfektionierte dessen pseudowissenschaftliche Rassetheorie als Instrument der globalen Menschheitsführung, indem sie nicht minder pseudowissenschaftlich das fundamentale Grundprinzip der europäischen Aufklärung, welches einem jeden menschlichen Individuum die gleichen Rechte und die Gleichbehandlung durch die staatlichen Organe garantieren sollte, im Sinne eines sozialistischen Weltbildes durch die Vorstellung des substantiellen Gleichseins aller Menschen ersetzte. Gleichzeitig jedoch schuf sie nach Orwell jene Schweine, die sich für gleicher als gleich erklärten und das menschlich-individuelle Basiselement der Identität von seinen biologisch-sozialen Wurzeln löste, damit gleichsam wahnhaft die Überwindung der natürlichen weil biologisch wie kulturell geprägten Ungleichheit durch ein künstlich geschaffenes Ungleichsein des Gleichen anstrebte.

Als maßgebliches Instrument zur Überwindung der menschlichen Vielfalt in dem ausgewiesenen Ziel, eine homogene, globale Menschheitsgesellschaft zu schaffen, wird mit dem „Rassismus“-Verdikt jede Idee, jede Überlegung, jede Kritik belegt, die diesem Ziel scheinbar oder tatsächlich im Wege zu stehen scheint. Seit unter dem UN-Generalsekretär Kofi Annan die Schaffung der Weltgesellschaft durch Migration zur zentralen UN-Aufgabe wurde, arbeitet der globale Kollektivismus unter dem Banner des Antirassismus gezielt an der Überwindung klassischer Staatstheorie, aus der heraus sich im 18. und 19. Jahrhundert die Vorstellung des demokratisch organisierten Nationalstaats entwickelt hatte. Dieser wird vielmehr in die Verantwortung genommen für die Exzesse des Kapitalismus wie des Sozialismus, die mit zwei weltweit ausgefochtenen Kriegen die Menschheitskatastrophen des 20. Jahrhunderts zu verantworten hatten.

Hassrede vs. Rechtsstaat

So präsentierte der amtierende Generalsekretär, der Sozialist Antonio Guterres, im Juni 2019 einen „Aktionsplan gegen Hassrede“, mit dem die UN und die ihr angeschlossenen Länder für eine bessere Welt sorgen wollen. Auf den ersten Blick liest es sich vielleicht noch positiv, wenn damit „Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz, gewalttätigem Frauenhass, Antisemitismus und antimuslimischem Hass“ der Boden entzogen werden soll. Doch gleichwohl ist es mehr als der Einstieg in den von Aldous Huxley beschriebenen Staat der absoluten Gedankenkontrolle. Denn dieser Aktionsplan, dem in vorauseilendem Gehorsam neben der Bundesrepublik auch die EU längst entsprechende Maßnahmen wie Netzwerkdurchsetzungsgesetze vorgeschaltet haben, verlässt abschließend den Boden der Rechtsstaatlichkeit, in dem eine unabhängige Justiz nach den Maßgaben nachvollziehbaren Rechts das, was heute als Hassrede angeprangert wird, auf seine strafrechtliche Relevanz prüft und gegen den Verursacher entsprechend auf Grundlage objektiven Rechts vorgeht.

Instrumentarien des modernen Hassprangers sind längst geschaffen. Ob jene Annetta-Kahane-Stiftung oder das von einem lange nach einem lukrativen Geschäftsmodell suchenden Anti-AfD-Aktivisten begründete „Correctiv“ – sie sind künftig jenes Instrument, welches im Mittelalter den Marktplatz zierte, um Nonkonformisten wie Freidenker sozial zu ächten.

So ist das Ende des freiheitlichen Anspruchs der europäischen Kultur, in dem Denker wie Immanuel Kant mit ihrem Primat der Ratio und John Locke mit der Idee von der rechtlichen Gleichheit des Menschen die Eckpfeiler bestimmten, unaufhaltsam. Der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Angela Merkel, ruft das „nonfaktische Zeitalter“ aus, reduziert die Meinungsfreiheit zu einem verhandlungsfähigen „Grundprinzip“, sinniert über die Möglichkeit, „die Grundrechte“ zu entziehen.

Die Mordtat eines politisch verblendeten Psychopathen wird zum Instrument, politische Gegner als vorgebliche „Hassredner“ kollektiv zu geistigen Brandstiftern zu erklären – und verklärt dabei die eigene Rolle der Brandstiftung, als nicht minder politisch verblendete Psychopathen vor vierzig Jahren als „RAF“ (Rote Armee Fraktion) dem demokratischen Staat den Krieg erklärt hatten. Der Radikalenerlass, der die Unterwanderung des freiheitlichen Staates durch seine Feinde verhindern sollte und als angebliches Berufsverbot in den Achtzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts vehement bekämpft wurde von jenen, die sich genau diese Unterwanderung zur Aufgabe gemacht hatten, ist heute längst wieder Selbstverständlichkeit gegen jene, die auf dem Scheiterhaufen des Rassismus im Feuer stehen.

Der islamische Angriff auf die Freiheit

Doch nicht genug damit, wie mit der scheinbaren Umkehrung eines ideologischen Irrweges des frühen 20. Jahrhunderts ein antidemokratischer, die Freiheit vernichtender Rennsteig im Namen der Gleichheit zur Piste wird – hinter dem globalen Konzept der unilateralen Weltherrschaft des alles bestimmenden UN-Rates lauert auch etwas, das – übertrüge man den Kampf der Aufklärung um das Primat der Vernunft auf den Kampf der Christen um das Primat ihrer Glaubenswelt – mit vollem Recht als „Antichrist“ bezeichnet werden könnte.

Rund sechzig der gegenwärtig 193 Mitgliedsstaaten der UN sind islamisch geprägt. Ihre politische Führerschaft hat – in den nicht-islamischen Staaten kaum bemerkt – jenes Pakistan übernommen, welches nach den Erkenntnissen nicht nur der amerikanischen Geheimdienste im Kampf gegen den islamischen Terror eine mehr als fragwürdige Rolle übernahm und dem Massenmörder Osama bin Ladn Obhut gewährte.

Dieses Pakistan lud bereits am 29. März 2017 zweiundzwanzig Islamstaaten zu einer Konferenz, in der es maßgeblich darum ging, jegliche Kritik an jenem arabischen Schriftwerk aus dem Frühmittelalter auf UN-Ebene als Blasphemie verdammen zu lassen. Die Lobby jener Kämpfer, die im Auftrag eines legendären Mohammed um die Weltherrschaft eines autoritär-kollektivistischen Gesellschaftssystems kämpfen, ist nicht zuletzt aufgrund des Ölhungers der nicht durch ideologische Weltanschauungskonzepte geprägten Nationen mittlerweile so groß, dass eben dieses Pakistan nun einen erneuten Anlauf startete, unter dem Schlagwort der „Islamphobie“ weltweit einen jeden zumindest mundtot zu machen, der es wagt, sich mit jenem faschistoiden Weltbeherrschungskonzept aus dem 7. nachchristlichen Jahrhundert unterwerfungsfrei zu beschäftigen.

„Islamphobie“ tötet Wissenschaft

Wird kritische Meinung und sogar wissenschaftliche Auseinandersetzung zur kriminellen Handlung, deren Feststellung nicht länger Aufgabe unabhängiger, staatlicher Justiz ist, so hat die Idee der Freiheit des Individuums ihr definitives Ende erreicht. Die Chance, die Errungenschaften der europäischen Aufklärung in absehbarer Zeit abschließend zu Grabe zu tragen, steht aktuell besser denn je. In vorauseilendem Gehorsam löscht der Video-Anbieter YouTube den Kanal des Islamkritikers Hamad Abdel Samad. In anti-aufklärerischer Tradition stehende Islamfunktionäre wie Ajman Mazyek, seit Jahren schon Verfechter der islamischen Blasphemie-Interpretation, werden von jenen hofiert, die doch eigentlich in der Tradition der europäischen Aufklärung stehen sollten. Die Vereinten Nationen, einst gegründet als Kampfbund gegen eine antidemokratische Ideologie, wird selbst zum Verfechter eines Weltbildes, das in seiner Substanz jenen Vorstellungen, die ein Adolf Hitler dereinst in seinem Machwerk „Mein Kampf“ niedergelegt hatte, deutlich näher steht als jenen Werken von John Locke, des Baron de Montesquieu oder Immanuel Kant, die von einem freien, selbstbestimmten Menschen träumten. Einem Menschen, der nicht durch als Religion bezeichnete Wahnideen gegängelt und in seiner Selbstbestimmung verhindert wird.

Der Weg ist vorgezeichnet, der Kotau der die UN prägenden, europäischen Sozialisten zeigt ihn auf. Unter dem Schlagwort der „Islamphobie“ werden UN, EU und unterwerfungsbereite Länder wie die Bundesrepublik der Forderung Pakistans und der von ihm geführten islamischen Staaten folgen unter dem irrationalen Glauben, damit unvermeidliche Konflikte zwischen den Verfechtern der europäischen Kultur der Aufklärung und der archaischen Kultur des Glaubensdiktats vermeiden zu können.

Begonnen hat es längst mit der offiziellen Ächtung jener, die es wagen, an jenem Imperialismuskonzept aus dem Frühmittelalter Kritik zu üben. Wie es endet erfährt, wer seinen Blick auf jenes Pakistan richtet, welches ein geächteter Pariastaat sein müsste und dennoch von allen Seiten hofiert wird. Dort ist jeder, der es wagt, die irrationalen „Gefühle“ der Verblendeten im Namen einer fiktiven Phantasiegestalt zu verletzen, offiziell des Todes. Eine Asia Bibi konnte nur gerettet werden, weil es noch genug europäisch denkende Menschen auf dieser Welt gibt. Spätestens aber, wenn die vom Demokratieverfechter zur Weltdiktatur mutierende UN sich den Islamforderungen unterworfen hat, wird es für die Bibis dieser Welt keine Rettung mehr geben. Und für jene, die sich heute noch in einer zunehmend fiktiver werdenden Freiheit wähnen, auch nicht.

©2019 spahn

 

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